Seit dem 5.Februar 1965 gibt es einen CDU-Gemeindeverband in Schönaich. An diesem Tag erfolgte die Gründung in einer Versammlung in der „Pfefferburg“, bei der 27 Personen anwesend waren. 11 Gründungsmitglieder wählten Herrn Walter Binder zum Vorsitzenden des Gemeindeverbandes. In der noch jungen Demokratie des Nachkriegsdeutschland war das Ziel des CDU-Kreisverbandes, möglichst in allen Gemeinden örtliche CDU-Gruppen zu gründen, um die politische Arbeit vor Ort zu erreichen. In den Wochen vor der Gründungsversammlung gab es viele Kontakte zu CDU-Sympathisanten unter den Schönaicher Bürgern, um die Gründung mit der erforderlichen Mitgliederzahl vornehmen zu können. An der Gründungsversammlung nahm auch der Bundestags Kandidat der CDU für den Wahlkreis Böblingen-Nürtingen, Dr. Anton Stark teil, der dann ab Herbst 1965 als der direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis auch Schönaich in Bonn vertrat. Im April 1965 war die Mitgliederzahl bereits auf 27 angewachsen. In den folgenden Jahren gab es bei den Mitgliederzahlen teils steigende, teils fallende Tendenzen, je nach politischer „Großwetterlage“. Bis Ende 1975 gehörten die in Steinenbronn wohnhaften Mitglieder zum Ortsverband Schönaich, im Dezember wurde dort ein eigener Verband mit 18 Mitgliedern gegründet. Der Mitgliederstand in der jüngsten Vergangenheit hat sich um die 40 Mitglieder bewegt. Im Verlauf der Jahre waren Vorsitzende des Gemeindeverbandes Hans Maurer ab März 1971, Willi Rebmann ab Februar 1973, Adolf Fritsch ab Februar 1975, Norbert Mezger ab November 1998 und Dr. Norbert Lurz ab Februar 2003.

Bei den Kommunalwahlen 1965 hat sich die Schönaicher CDU erstmals als örtliche Partei beteiligt. Für die Gemeinderatswahl gab es eine Liste unter der Bezeichnung „CDU und Freie Wählervereinigung“. Diese Fraktionsbezeichnung gibt es bis heute. Vorsitzender dieser Fraktion war ab 1965 Willi Rebmann und ab 1994 Adolf Fritsch. Für die Vertretung der Gemeinde im Kreistag sind die CDU Kandidaten aus Schönaich jeweils mit den zum entsprechenden Wahlkreis zählenden Gemeinden (derzeit mit Waldenbuch und Steinenbronn) nominiert worden. Für die CDU waren im Kreistag vertreten Willi Rebmann, ab 1979 Willi Rebmann und Hans Bubser,
ab 1984 Willi Rebmann, ab 1989 Reinhold Mezger, ab 1994 Reinhold Mezger und Gabriele Moritz und ab 1999 Walter Holzapfel und Gabriele Moritz. Die Vertreter unserer Gemeinde im Landtag waren für die CDU die jeweils direkt gewählten Abgeordneten Martin Haag, Jettingen, bis 1968, Rudolf Decker, Böblingen, bis 1976, Arthur Gruber, Sindelfingen, bis 1979 und Prof. Dr. Eugen Klunzinger, Böblingen, ab 1979. Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete waren ab 1965 Dr. Anton Stark, ab 1980 Peter Petersen, ab 1990 Brigitte Baumeister und ab 2003 Clemens Binninger. Im Verlauf der Jahre hatte die Schönaicher CDU neben den jeweiligen Abgeordneten viele CDU-Landesminister zu öffentlichen Terminen zu Gast. Eine der besonderen Aktivitäten der Schönaicher CDU und der Gemeinderatsfraktion waren die von Erfolg gekrönten Bemühungen um die Selbständigerhaltung der Gemeinde Schönaich; im Zuge der Gebietsreform sollte Schönaich mit Böblingen, Sindelfingen und Ehningen eine kommunale Einheit werden.

verfasst von Adolf Fritsch