Der im Rahmen der Haushaltsaufstellung 2019 gestellte Antrag wurde Ende Januar im Finanzausschuss besprochen. Mit unserem Antrag wollten wir das vom Abgeordneten Nemeth mit initiierte Projekt eines landesweiten Biotopverbundes unterstützen. Konkret geht es um ein interessantes Projekt im oberen Seebachtal unter Einbeziehung von Freiflächen um den sogenannten Dreschschuppen und der Linde im Steinbaß.

Das Projekt wird von namhaften Fachleuten darunter Professor Dr. Peter Berthold, Heinz-Sielmann Stiftung unterstützt und läuft unter dem Arbeitstitel „Jeder Gemeinde ihr Biotop“.

Der Aufbau eines landesweiten Biotopverbundes soll Biotope in räumlicher Nähe (ca. 10 km) entstehen lassen. Damit soll ein aktiver Beitrag zur Steigerung der Biodiversität und eine Verbesserung von Flora und Fauna in einem sehr kurzem Zeitraum geschaffen werden.
Die Nutzung von Retentionsflächen soll eine erfahrbare Natur für Erwachsene und Kinder verbunden mit einer Erholungsfunktion im Herzen von Schönaich schaffen. Nicht nur der Bachlauf im oberen Röhrle, auch die Fläche des ehemaligen Gänsegartens vor dem Dreschschuppen und die Linde sollen in die Planung mit einbezogen werden.

Die Initiative wird maßgeblich vom Landtagsabgeordneten Paul Nemeth unterstützt, der als energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender des Arbeitskreises für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU-Landtagsfraktion bereits seit längerem im persönlichen Austausch mit Professor Berthold steht.

Er unterstützt die Initiative eines direkten Anliegers im Steinbass, der diese Idee in der Sitzung des Finanzausschusses sehr überzeugend dargelegt hat und bereits auch im regen Austausch mit dem Heimatverein steht. Seitens des Landes Baden-Württemberg ist bei Erfüllung der Voraussetzungen mit einer hohen finanziellen Unterstützung zu rechnen, zumal das Projekt in Schönaich eines der ersten im Landkreis ist.

Die Gemeinde muss nunmehr die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen und insoweit auch die dazu erforderlichen finanziellen Aufwendungen tragen. Dazu bestand ein fraktionsübergreifendes Einvernehmen im Gemeinderat. Der Antrag der CDU/FWV-Fraktion wurde einstimmig beschlossen. Ein kleiner Wehrmutstropfen verbleibt, dass der für die Erweiterung des Westrands-Nord nachzuweisenden Ökoausgleich vermutlich zeitlich nicht mehr mit diesem Projekt realisiert werden kann.

Norbert Mezger
CDU/FWV-Fraktionsvorsitzender